Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind

Medienmitteilung

Für einmal sind auch lautes Mitsingen und Tanzen erlaubt

Am vergangenen Sonntag gehörte das Berner Bierhübeli für einmal einem ganz besonderen Publikum. Die Stiftung Cerebral veranstaltete gemeinsam mit dem Schweizer Pop-Musiker Marc Sway ein Exklusivkonzert für behinderte Menschen und ihre Familien.

Rund 550 Personen waren eingeladen worden, und die Vorfreude der vielen teils von weither angereisten Familien war gross. Viele Menschen mit einer cerebralen Bewegungsbehinderung wollten es sich nicht nehmen lassen, Marc Sway und Band einmal live und mit eigenen Augen und Ohren zu erleben.

Exklusivkonzerte für cerebral bewegungsbehinderte Menschen und Ihre Familien haben bei der Stiftung Cerebral bereits Tradition. Thomas Erne, Geschäftsleiter: «Wir freuen uns sehr, dass wir Marc Sway für diesen Auftritt verpflichten konnten. Für die Familien sind unsere Konzerte jeweils ein echtes Highlight!» Für Menschen im Rollstuhl ist es nämlich sonst gar nicht so einfach, ein Konzert zu besuchen, da viele Konzerthallen auch heute nicht rollstuhlgängig sind. An den Cerebral-Konzerten sind die Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Familien unter sich. Die Atmosphäre ist gelöst, es hat viel Platz, und auch lautes Mitsingen sowie Tanzen sind erlaubt. Die Musik ist etwas leiser gedreht als an anderen Konzerten, und da die Konzerte am Nachmittag stattfinden, können auch jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer problemlos teilnehmen. In den letzten Jahren konnte die Stiftung Cerebral bereits Konzerte mit Stefanie Heinzmann und 77 Bombay Street veranstalten. Auch die Basler Lovebugs spielten schon für cerebral bewegungsbehinderte Menschen und ihre Familien.

Marc Sway und seine Band zogen das Publikum am Sonntag mit ihren mitreissenden Rhythmen sofort in ihren Bann. Es wurde gejubelt und geklatscht, ein Junge tanzte selbstvergessen vor der Bühne. «Für uns ist dieses Konzert so etwas wie eine kleine Atempause» erklärt eine Mutter, deren Tochter im Rollstuhl sitzt, «wir können hier ganz unkompliziert gemeinsam Musik hören und haben zudem freie Sicht auf die Bühne. An einem herkömmlichen Konzert wäre uns dies kaum möglich.»
Die Teilnahme an den Konzerten ist für die Familien jeweils gratis. Thomas Erne: «Wir möchten den Betroffenen mit diesen Konzerten einen entspannten Nachmittag schenken, an dem sie ihre Behinderung für einmal vergessen und gemeinsam ein Konzert geniessen können.» Dass dies rundum geglückt ist, zeigte ein einziger Blick in all die strahlenden Gesichter, als nach dem Konzert die Lichter im Saal wieder angingen.

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Bei Fragen steht Ihnen Thomas Erne, Geschäftsleiter der Stiftung Cerebral, gerne unter der Tel. 031 308 15 15 zur Verfügung.