Wertvolles Know-how für Fahrlehrer

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Seit vielen Jahren ermöglichen wir Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung mit unserem Fahrschulangebot die Fahrprüfung. Dafür haben wir bereits rund 120 Fahrlehrerin der ganzen Schweiz in speziellen Workshops auf den Umgang mit ihren ganz besonderen Fahrschülern vorbereitet.

Höchst Interessiert begutachtet Fahrlehrer Hansjürg Gafner gemeinsam mit anderen Berufskollegen das anpassbare Lenkrad des VW Caddys. André Schwaller von der Warpel Carrosserie AG in Düdingen erklärt ausführlich, welche Umbauten möglich sind.
Hansjörg Gafner staunt: «Eindrücklich, mit wie wenigen Handgriffen dieser Fahrschulwagen auf die jeweiligen Bedürfnisse der beeinträchtigten Fahrschüler angepasst werden kann!»
Hansjürg Gafner von der Fahrschule Ga-Ro in Thun bildet seit vielen Jahren auch Menschen mit Beeinträchtigungen aus. Dass er hierfür auf die Fahrschulautos der Stiftung Cerebral zurückgreifen kann, ist für ihn sehr angenehm. «Wenn sich ein beeinträchtigter Fahrschüler bei mir für Fahrstunden anmeldet, kann ich ein Cerebral-Fahrschulauto bestellen. Dieses Fahrzeug bleibt dann für die gesamte Dauer der Ausbildung bei mir. Da die Caddys für viele verschiedene körperliche Beeinträchtigungen angepasst werden können, ist es mir möglich, ganz individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Fahrschülers einzugehen.»

Workshops für die Fahrlehrer
Die Stiftung Cerebral verfügt insgesamt über sechs umgebaute VW Caddys, die an verschiedenen AMAG-Standorten in der Schweiz stationiert sind. Diese Fahrzeuge können von Fahrlehrern gemietet werden, die sich an speziellen Workshops der Stiftung Cerebral entsprechend weitergebildet haben.
Heute findet so ein Workshop im Trainingszentrum L2 in Romont (FR) statt. 17 Fahrlehrer sind unserer Einladung gefolgt und lassen sich nicht nur mit dem Gebrauch der Fahrschulwagen, sondern vorallem auch mit den speziellen Bedürfnissen von beeinträchtigten Fahrschülern vertraut machen. Nach einem theoretischen Teil, in dem das Hauptaugenmerk auf cerebralen Bewegungsbeeinträchtigungen und ihren Auswirkungen lag, steht jetzt die praktische Ausbildung auf dem Programm. Auf dem Testgelände des Trainingszentrums stehen vier Cerebral-Fahrschulautos bereit. Diese können von den anwesenden Fahrlehrern in Ruhe ausprobiert werden. Nicht lange, und die vier Fahrzeuge kurven in der Gegend herum. Die Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer schätzen die Möglichkeit, sich gleich selbst hinters Lenkrad zu setzen und hautnah zu erleben, wie es sich anfühlt wenn man zum Beispiel nur mit den Händen bremsen kann.

Eine grosse Herausforderung – nicht nur für die Fahrschüler
Der Workshop ist ein voller Erfolg. Das findet auch Hansjürg Gafner, obwohl er schon so viele beeinträchtigte Fahrschüler auf ihrem Weg zum Führerausweis begleitet hat: «Fahrstunden mit einem betroffenen Schüler stellen uns als Lehrer vor grosse Herausforderungen. Nur schon, weil jede Beeinträchtigung anders ist. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Bedürfnisse unserer Fahrschüler gut kennen. Dieser Workshop gibt uns das nötige Rüstzeug dazu.»

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