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Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind

Unterstützung beim Kauf von dringend benötigten Hilfsmitteln

Immer wieder erreichen uns Finanzierungsanfragen für Hilfsmittel, die von den Sozialversicherungen nicht übernommen werden. Für die Familien sind die Hilfsmittel jedoch eine sehr grosse Entlastung. Deshalb helfen wir, wo wir können, und entlasten so die Betroffenen in ihrem Alltag.

Sofian strahlt übers ganze Gesicht. Er weiss genau, dass er mit seiner Mama Kathrin Ott einen Spaziergang machen darf, und darauf freut er sich sehr.
Sofian leidet an einer schweren cerebralen Bewegungsbeeinträchtigung und sitzt im Rollstuhl. Er liebt Ausflüge an der frischen Luft, und deshalb ist seine Mama wenn immer möglich mit ihm draussen unterwegs. Da Sofian stark sehbehindert ist, sind für ihn die Gerüche, die Geräusche, der frische Wind, Regentropfen oder auch die Sonne, die seine Nase kitzelt, ein wahrer Hochgenuss.

Wenn selbst Unterführungen schwierig zu bewältigen werden
Spazieren gehen ist jedoch viel leichter gesagt als getan. Denn Sofians Rollstuhl ist schwer, und selbst kleine Steigungen werden so schnell zum unüberwindbaren Hindernis. Selbst an einem Ort wie der Stadt Zürich. Deshalb ist Kathrin Ott froh um ihr Viamobil. Das Viamobil ist eine elektrische Schiebehilfe für den Rollstuhl. Es kann einfach an den Rollstuhl montiert werden und ist per Knopfdruck sofort einsatzbereit. Es hilft nicht nur, steile Wegstücke zu überwinden, sondern ist auch bei holperigem Gelände eine wertvolle Unterstützung. Kathrin Ott: «Das Viamobil erleichtert unseren Alltag enorm, und ich würde es nie mehr hergeben. Selbst bremsen geht mit dem Viamobil einfacher, weil es das Gewicht von Sofian und seinem Rollstuhl auffängt.»
Doch ein Viamobil ist teuer, und die Invalidenversicherung leistet keine Beiträge an den Kauf. Dies, weil das Viamobil ja nicht direkt die betroffene Person entlastet, sondern «nur» die Angehörigen. Kathrin Ott kann diese Argumentation nicht nachvollziehen: «Sofian geniesst unsere Spaziergänge so sehr, und ohne Viamobil wäre sein Bewegungsradius stark eingeschränkt. Daher ist dieses Hilfsmittel doch auch für ihn sehr wichtig.» Damit sich Kathrin Ott trotzdem ein Viamobil anschaffen konnte, haben wir bei der Finanzierung geholfen.
Immer wieder erreichen uns solche Anfragen wie die von Kathrin Ott und Sofian. Benötigt werden Hilfsmittel, die von den Sozialversicherungen jedoch nicht finanziert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass cerebral bewegungsbehinderte Menschen und ihre Familien möglichst sorgenfrei leben können. Deshalb unterstützen die Betroffenen beim Kauf von Hilfsmitteln. So können wir die Lebensqualität der Familien massgeblich verbessern. So auch bei Kathrin Ott: «Ohne die Stiftung Cerebral hätte ich mir das Viamobil wohl nicht leisten können», erzählt sie, «ich bin wahnsinnig dankbar für diese Hilfe.»

Entlastung im Alltag
Wir unterstützen die bei uns angemeldeten Familien beim Kauf von Hilfsmitteln, die nicht von den Sozialversicherungen mitgetragen werden. Dabei handelt es sich oftmals um Helfer für den Alltag, die im Kleinen ganz Grosses bewirken können. Das Viamobil ist nur eines dieser Hilfsmittel, die von den Familien dringend benötigt werden. Das diese Unterstützung für die Familien sehr wertvoll ist, zeigen die entsprechenden Zahlen: Allein im Jahr 2018 haben wir
CHF 130 000.– für Hilfsmittel aufgewendet.