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Der Cerebralpreis 2009 geht ins Wallis

Der diesjährige, mit CHF 20 000.– dotierte Anerkennungspreis der Stiftung Cerebral geht an Fernand Ballestraz, der mit «Transport Handicap» dafür sorgt, dass behinderte Menschen die gleiche Mobilität geniessen wie nicht behinderte Menschen.

Fernand Ballestraz, geboren im Jahr 1949, hatte schon immer eine besondere Affinität zu benachteiligten Menschen. Als 16-Jähriger setzte er sich für weniger privilegierte Kameraden ein, als junger Mann eröffnete er zusammen mit einem Cousin ein behindertentaugliches Ferienhaus in Montana, absolvierte die Automechanikerausbildung und liess sich später zum Erzieher und Lehrer ausbilden. Der Vater von drei eigenen Kindern adoptierte zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth sechs Kinder aus Indien, einige davon behindert. Als Direktbetroffener erlebt er seither die Schwierigkeiten, die behinderte Menschen und ihre Angehörigen im täglichen Leben überwinden müssen. So ist es sein tiefes Anliegen, diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, mobil zu sein, wann und wo immer sie es wollen – Vergnügen, Haushalt, Schule, Beruf, Arztbesuche – und dies, falls der Kunde den Transport selbst bezahlt, zu Preisen, die etwa jenen des öffentlichen Verkehrs entsprechen.
Da im Wallis bis anhin kein echtes Transportwesen für behinderte Menschen existierte, machte sich Fernand Ballestraz im Jahr 2003 daran, seinen Traum umzusetzen. Er lancierte «Transport Handicap», schloss bald mit dem Kanton Wallis einen Leistungsvertrag, gründete ein Unterstützungskomitee, dem die Chauffeure angehörten. Schon ein Jahr später absolvierten, nicht zuletzt dank der Unterstützung der Stiftung Cerebral, 60 Chauffeure mit sieben Fahrzeugen monatlich 300 Fahrten.
2006 ändert Fernand Ballestraz «Transport Handicap» in die nicht gewinnorientierte «Association Transport Handicap», deren Mitglieder der Generalversammlung – die Chauffeure – dadurch seine Chefs wurden, er wiederum deren «Mann für alles», mehr «Motor» als «Direktor». Mit einem Budget von CHF 800 000.– gelingt es «Transport Handicap», einer Vielzahl von Menschen zu Autonomie und Selbständigkeit zu verhelfen. Unterstützt wird der Betrieb vom Kanton, von Serviceclubs, privaten Gönnern und der Stiftung Cerebral.
Fernand Ballestraz bezeichnet sich als Mann der Ideen, die er jedoch nur dank der tatkräftigen Unterstützung treuer Freunde realisieren konnte. Er liebt seine Arbeit und hat deswegen nicht das Gefühl, etwas wirklich Grosses getan zu haben. Die vielen Menschen, die dank seinem Engagement mehr Freiheit erhalten haben, sind bestimmt anderer Meinung.

Der Anerkennungspreis der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind wurde auch in diesem Jahr durch das Ehepaar Annegret und René Schefer von der Firma Cosanum AG in Schlieren gestiftet.

Für Rückfragen:

Schweizerische Stiftung für das cerebral gelähmte Kind
Geschäftleiter, Michael Harr

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